Unser Haus steht jetzt unter wissenschaftlicher Beobachtung. Anfang Februar
rückte ein interdisziplinäres Team ein. Aus Halle, Mannheim, Erfurt und Mainz
haben sich Fachleute zusammengefunden, die in mehreren Lehmhäusern in unserer
Region die Wohn- und Luftqualität untersuchen. Die Luft wird in mehreren Räumen
auf Radon-Gehalt untersucht (mehr dazu), Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur
gemessen, dazu gibt es immer mal Gespräche, in denen wir standardisiert zu
unserem Wohngefühl befragt werden. Es geht um Wohngesundheit und Raumklima, um bauphysikalische
und baubiologische Fragen. Wenn die Studienergebnisse veröffentlicht sind,
werde ich darauf hinweisen. 
Die Forschergruppe startete am 1. Februar die Untersuchungen. Von links:
Prof. Frank Sirocko (Geowissenschaftler Johannes-Gutenberg-Universität
Mainz, Geschäftsführer Radonfinder GmbH), Dr. Norma Henkel (WIR!-Bündnis GOLEHM
– Initiative für Lehmbau und nachhaltige Kreislaufwirtschaft, Landesamt für
Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt), Paula
Aßmann (Arbeitsgruppe Gesundheits- und Umweltpsychologie des Psychologischen
Instituts der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Judith
Gafriller (wiss. Mitarbeiterin am Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie Mannheim)
und Stephan Jörchel (Institut für Bauphysikalische
Qualitätssicherung der Fachhochschule Erfurt/ Dachverband Lehm e. V.).
Wir sind Teil einer Reportage, die im Mai in einer
Sonderausgabe der „Öko-Test“ erschien. Es geht, natürlich, um Bauen und Wohnen mit
Lehm.
Passend zu dieser PR-Offensive sind wir auch Lehmhaus des Monats Mai auf
der Projektseite der GoLehm-Initiative.
It´s rain again - es regnet mal wieder.
Letztes Jahr haben
Sonne und Starkregen der Spannbahn an der Westfassade mächtig zugesetzt. Die
Holzfaserdämmung darunter reagiert auf Regen mit Zerfall.
Die künftige Lärchenfassade
kann aber erst montiert werden, wenn das Untergeschoss außen fertig verputzt
ist. Ich bin da seit Jahren dran, aber es braucht noch Zeit … Als Schutzschicht
habe ich jetzt eine provisorische Vorhangschicht aus 12,5 mm OSB-Platten
angebracht (Bilder-Doku). Die brauchen natürlich auch einen Schutzanstrich.
Tatsächlich gibt es bei den Verputzarbeiten außen ein paar
Fortschritte. Die Porphyr-Fensterbänke und die beiden Austritte zum Hof sind
fertig betoniert und gesetzt. Jetzt werden die Fensterfaschen angearbeitet, was
recht aufwendig ist und in mehreren Schichten aufgebaut werden muss.
Weil es mit der Gartenarbeit gerade gut läuft, haben wir auch an der Straßenseite des unsanierten Hauses den Vorgarten etwas aufgehübscht.
Regen und Sonne lassen ein herrliches Grün und viele Blüten
erstrahlen.
Das scheint auch Walli Waltraud zu gefallen. Die Waldohreule ist
nicht allein in unseren Garten eingezogen – seit Mitte Mai können wir auch vier
Jungtiere (genannt Ästlinge) beobachten.