"Da habt ihr euch was aufgehuckt" sagen viele. Stimmt! Aber warum auch nicht? Das Haus ist alt und groß und bietet viele Möglichkeiten für eine große Familie. Und wir können und wollen viel selbst machen. Dieser Blog dokumentiert den Umbau und die Sanierung unseres alten Bauernhauses in Mötzlich.

Sonntag, 14. Juli 2019

Abrüstung und Frieden

14. Juli 2019. Das Gerüst (Fachbegriff: die Rüstung) stand lange. Letzte Woche haben wir abgerüstet, weil die Fassaden-Arbeiten am Obergeschoss vorn endlich fertig sind.
Schnell noch letzte Arbeiten an der Wand ...


... und dann abrüsten.




nach einer Stunde ist alles weg. Es öffnen sich ganz neue Perspektiven.




Vorher war das eine häßliche graue Kratzputzfassade. Keine Gliederung, keine Symmetrie, da Fensteröffnungen willkürlich verändert wurden. Keine Ahnung, ob das Haus jemals so ausgesehen hat. Doch die Fachwerksanierung ist genau so geworden, wie wir uns das immer vorgestellt haben.



Und sonst? Ja, Ruhe und Frieden an herrlich warmen Sommerabenden finden wir auf unserer neuen Terrasse, die Niklas in den Garten gebaut hat.


Von hier aus schauen wir nun auch (friedvoll) auf die Rüstung, die wir gleich an der anderen Seite wieder hochgezogen haben.










Donnerstag, 27. Juni 2019

Der Himmel voller Feigen

27. Juni 2019. Liebes Tagebuch, entschuldige, ich habe Dich vernachlässigt. Vier Feiertage, zwei Reisen (nach langer Immobilität) - da bleibt auf der Baustelle manches liegen.



Auf Korfu hängt der Himmel voller Feigen. Eine Woche Urlaub in der Nebensaison auf dieser schönen griechischen Insel: Erholung, Sonne und Strand, wandern und baden, ein bisschen ausspannen.




Doch unsere Alltags-Themen holen uns auch hier mit Wucht ein. Eine Steilküste ganz aus Lehm - ich bin beeindruckt.


Wir haben einen Brocken Lehm mitgenommen, für Bea, die uns im Mai auf ihrem Kastanienhof in Vorpommern in einem Lehmbaukurs tolle Techniken und wichtige Grundlagen der Gestaltung mit Lehm beigebracht hat.




Trotz unserer Exkursionen: auf unserer Baustelle hat sich wieder viel getan. Wieder vor allem im Außenbereich.








Sonntag, 28. April 2019

Garten- und Landschaftsbau

28. April 2019. Der Frühling greift Raum, der Sommer ist nicht weit. Lange haben wir überlegt und geplant. Letztes Jahr die große Rasenfläche in der Mitte, dieses Jahr Einsatz mehr an den Rändern.

Erstmal die älteste und inzwischen schwache Schubkarre zur leichten Gartenarbeit aufgepeppt ...


Die Hauptarbeit war das Pflanzen einer Thuja-Hecke. Ein 24 Meter langer Sichtschutz am Südrand unsere Grundstücks - parallel zur Einfahrt. Meine Schwester Ulrike und Schwager Matthias mit Sohn Kilian haben ein paar Tage Urlaub genommen und kräftig mit angepackt. Landschaftsarchitekten am Werk ...


Dann haben wir den Miet-Bagger gleich noch im Gemüsegarten eingesetzt, um hier Rasenkantensteine und Bewässerung in die Erde zu bringen.


Und auf der Westseite haben wir angefangen, eine grüne Grenze anstelle eines Zaunes zu pflanzen. Die soll über die Jahre und schrittweise aufgefüllt werden.


Hier die Galerie mit Bildern vom Garten-Einsatz. Zur Belohnung gab es Möhrenkuchen - quasi im Garten aus dem Garten.   




Sonntag, 14. April 2019

Wie viel Werkstatt braucht der Mensch?

14. April 2019. Schwer zu sagen. Wir jedenfalls tendenziell immer mehr. Zum Bauen und vor allem Vorrichten braucht man Platz, Werkzeug, Material ... Am besten gut sortiert und gewartet. Dann geht alles schnell und besser. Wir hatten immer irgendwo auf der Baustelle eine Art "Wanderwerkstatt" und die "Zentralwerkstatt". Inzwischen gibt es drei Werkstätten, unterschieden nach Ausrüstung entsprechend dem Zweck.
Die Holzwerkstatt haben wir im alten Haus eingerichtet. Ich nenne sie "Stube" plus "Werkstatt vor der Stube". Die Frage: "Wo ist der 115er Excenter-Schleifer", lässt sich ganz einfach beantworten: Stube!


 
Dann gibt es seit kurzem die Werkstatt im Container - der Ort, der langfristig Werkstatt sein und bleiben wird. Jetzt schon sehr gut für die richtig groben Sachen: Metallbearbeitung, Schweißen, Sägen usw.



Und dann die schon lange bestehende, sehr, sehr wichtige aber leider recht kleine "Zentralwerkstatt" im Erdgeschoss. Ordnung schreibe ich hier ganz groß, schließlich müssen sich hier fünf Leute quasi blind orientieren, um Hammer, Bleistifte, Bohrer, Zollstock, Schraubendreher, Bits, Maulschlüssel, Schleifpapier, Handschuhe. Astscheren, Schrauben, Fuchsschwanz, Nägel, Schraubzwingen, Imbussschlüssel, Flex, Schrauber, ach ... 


Und Aufheben kann sich lohnen. Schmierfett wird immer gebraucht und übersteht praktisch jeden Systemwechsel. Kann man ja stehen haben.


Montag, 8. April 2019

Licht und ... Staub

8. April 2019. Rauch über der Wiese? ...


Aliens nach der Landung? ...



Nein: Konstantin im staubigen Einsatz!


Wir müssen im Untergeschoss einen Teil der Kabelschlitze nacharbeiten und neue Schlitze in den Porphyr (roter Granit) ziehen, in die demnächst ein umlaufendes Wandheizungsrohr eingesetzt wird.



Währenddessen wird auf dem nördlichen Grundstück nun auch gebaut. Ein Neubau soll errichtet werden. Der Erdaushub bietet einen schönen Aufstieg und ganz neue Perpektiven.






Montag, 11. März 2019

Winter adé

11. März 2019. Es zieht uns wieder nach draußen. Die Sonne lädt dazu ein ...


Die letzten frostigen Geheimnisse werden jetzt aufgedeckt.


Und die milden Temperaturen erlauben die Schlussarbeiten an der Fassade, die wir im November einstellen mussten.


Noch wird es recht früh dunkel, aber es gibt ja LED.


An dem Beschlag für das wunderschöne Rundbogenfenster habe ich wirklich lange und in vielen Einzelschritten gearbeitet. Hier mal ein Einblick:


Und wenn es ab und an stürmt und regnet, nutzen wir die Zeit, innen zu räumen und zu renovieren. Ds provisorische Arbeitszimmer im Haus ist so etwas gemütlicher und vor allem funktionaler geworden - gefällt auch Kater Gismo.